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Musiktag 2018 - 21 Formationen marschierten bei idealem Wetter durch Messen

Grenchner Tagblatt / az; 18.06.2018 - Hans Blaser

«Gemeinsam musizieren» war das Motto des Musiktages. Und diesem Motto wurde die Vereine, die nach Messen kamen gerecht. Sie musizierten nicht nur des Wettbewerbes wegen, sondern vor allem aus Freude an der Blasmusik.

Nachdem sich am Freitag bereits acht Vereine mit dem Modus A gemessen hatten, blieb für Samstag ein Rest. Der setzte sich zusammen aus neun Vereinen aus allen drei beteiligten Verbänden. Dazu kam mit der Musikgesellschaft Jegenstorf ein Gastverein aus dem entfernteren Teil des Kantons Bern. Als einzige Brass Band war die unter der Direktion von Roger Müller spielende BB Lommiswil dabei.

Als ihr Konzertstück wählte sie «Theme and Variation» von Oliver Waespi. Für den vorgeschriebenen Marsch fiel die Wahl auf «»Army of the Nile» den Frederick Joseph Ricketts unter dem Pseudonym Kenneth J. Alford geschrieben hat. Das ist ein schillernder Marsch, ist aber für das Soprano Cornet nicht ganz einfach.
Eine interessante Komposition brachte die unter Ulrich Troesch spielende MG Oberdorf mit. Sie ist vielleicht nicht gerade für das breite Publikum konzipiert. Sie ist aber für eine unterschiedlich grosse variable Besetzung geschrieben und kann dementsprechend recht transparent wirken.

Ganz das Gegenteil war ihre Einstiegsnummer. Temperamentvoll und gepflegt südamerikanisch kam dieser Cha-Cha-Cha von Albert Lortzing daher. Ihr Beitrag zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Blasmusik sein kann. Für einen imposanten Kategorienschluss sorgte der wuchtige Klangkörper der Stadtmusik Grenchen. Unter der Direktion von Rainer Ackermann begann sie mit dem Marsch «Bellavista» von Rudolf Wyss. Die «Romantische Ouverture in B-Dur» von Stephan Jaeggi wurde zum Höhepunkt der nachmittäglichen Konzertvorträge.


Jeder Platz besetzt
Während die Halle während den Wettspielen im Modus A stets lückenhaft besetzt war, änderte das am Abend schlagartig. Die Halle war wirklich bis zum letzten Platz besetzt. Während beim Modus A ein frei wählbares Konzertstück und ein Marsch beurteilt und anschliessend besprochen wurde, ging es im Modus B um einen Wettbewerb. Es ging um Punkte und damit um Preisgeld für die ersten drei Ränge. Zu spielen war ein viertelstündiges Programm, das ein Solo, einen Show-Teil und das vorgegebene Aufgabestück «Festval Day» von Mario Bürki enthalten musste.

Bewertet wurde alles durch drei unabhängige, mehrfach besetzte Jurys. Damit wurde eine absolute Chancengleichheit angestrebt. Allerdings galt es auch mit allen benoteten Teilen Punkte einzufahren. Ganz auf ihre musikalische Präzision setzte die MG Oberwil unter der Direktion von Hansueli Mollet. In die gleiche Richtung zielte sie mit einem tollen Cornet-Solo in «Let me try again».

Ähnlich hatte die MG Deitingen ihren Auftritt eigentlich geplant. Leider entschied sie sich ohne Bewertung ausser Konkurrenz aufzutreten. Auch sie setzte beim Solostück «Trompet Concerto» von Harry James auf hervorragend gespieltes kleines Blech. Wo die als Favorit eingestiegene Concert Band Langendorf Punkte verfehlte, kann man nur erahnen. Den Schwerpunkt auf solide Musik, ganz ohne Firlefanz setzen sowohl die MG Recherswil wie die Blasmusik Zuchwil.

In allen Bereichen punkten wollte die Vereinsmusik Kriegstetten. Sie setzte auch viel auf die Show. Rund um ihre Musikauswahl inszenierte sie ein aufwändiges Spektakel mit furchteinflössenden Indianern und wilden Pistoleros. Weil von vornherein feststand, dass der Sieger am Sonntag das Tafelkonzert zu beginnen habe, kamen alle rund 700 Musikanten in den Genuss des Auftritts. Die Kriegstetter setzten sich punktgleich aber mit mehr besseren Jurypositionen vor der MG Oberwil an die Spitze.

Gemeinsames Mittagessen
Dass alle Vereine an zwei Tagen anzutreten hatten, freute nicht alle Musizierenden. Aber ein gemütlicher Sonntag mit genügend Zeit für Empfang, Gesamtchor, Festakt, bewerteter Parademusik und Veteranenehrung ist die Folge davon. Geschätzt wurde sicher auch das gemeinsame Mittagessen aller Teilnehmer im Festzelt. Bei idealem Wetter bildete am Nachmittag die Marschmusik, die nun Parademusik heisst musikalisch gesehen den Schlusspunkt. 21 Formationen paradierten durch die beidseitig von Publikum gesäumte Hauptstrasse.

Diesmal hat man sich für eine Bewertung entschieden – ausser bei der MG Messen und seinem Partnerverein Musikverein Harmonie Sontheim aus Deutschland – und zwar nach den aktuellen SBV Vorgaben. Das Expertenteam, bestehend aus Johanna Begert, Mario Bürki und Theo Martin zeigte sich erfreut über das gezeigte Niveau. Die Rangliste präsentiere sich entsprechend eng. Nach dem Festakt, der Veteranenehrung und der Verlosung wurden die ersten sechs Ränge daraus zitiert.

Der gastgebende Verein - MG Messen

Die Ranglisten

Unterhaltungswettbewerb:
1. Vereinsmusik Kriegstetten
2. MG Oberwil
3. MG Recherswil
4. Concert Band Langendorf
5. Blasmusik Zuchwil.

Parademusik:
1. Musikverein Harmonie Gerlafingen 265 Pkt
2. Stadtmusik Grenchen 264 Pkt
3. Musikgesellschaft Harmonie Biberist 263 Pkt
4. Musikgesellschaft Derendingen 262 Pkt
5. Musikgesellschaft Wengi 261 Pkt
6. Musikgesellschaft Oberwil 260 Pkt
... insgesamt 21 teilnehmende Formationen.

 

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