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150 Jahre Stadtmusik Grenchen

Weitere Berichte sind auf den Seiten News, Gallery und Archiv zu sehen.

 

Informationen zum Jubiläumsjahr 2008

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(hochauflösende Bilder der Stadtmusik unter: Downloads)

 

Allgemeine Informationen zur Geschichte und zum Jubiläumsjahr

Grenchner Tagblatt / Solothurner Zeitung; 25.01.2008 - bel

Die Stadtmusik Grenchen schaut auf eine 150-jährige Geschichte zurück und feiert sich selbst

Fanfarenstösse eröffnen heute Abend im Parktheater die 150. Generalversammlung der Stadtmusik Grenchen und gleichzeitig das Jubiläumsjahr. Den Ehren- und Aktivmitgliedern sowie Gästen wird ein umfangreiches Jahresprogramm mit zahlreichen Glanzlichtern vorgestellt.

Die Stadtmusik will sich als wichtige Institution der Region Grenchen bestätigen, aber auch die Öffentlichkeit über ihre Ziele informieren und der Blasmusik generell zu erhöhter Akzeptanz verhelfen. 150 Jahre Stadtmusik Grenchen - das schliesst Jahre mit grossartigen Erfolgen, aber auch solche mit Tiefschlägen und Niedergang ein. Die Stadtmusik war mit der Zeitgeschichte stets eng verwoben. Sie erlebte ihre besten Phasen im Gleichklang mit Hochkonjunkturen der (Grenchner) Uhrenindustrie. Nicht zufällig wurde sie in jenem Jahrzehnt gegründet, da auch die Uhrmacherei im damaligen Bauerndorf eingeführt wurde.

Anregungen zur Gründung einer Grenchner Blasmusik gingen von militärischen Kreisen, vom Bachtelenbad (Dr. Josef Girard) und von der Bezirksschule aus. Hauptinitiant war der aus Bettlach stammende Bezirkslehrer Johann Stelli. Er wurde auch zum musikalischen Leiter bestimmt, als sich am 23. Januar 1858 der Musikverein Grenchen gründete, welcher aus zwei Bataillonsmusiken bestand. Das gemeinsam auftretende Korps durfte bei keiner Festlichkeit fehlen: Bei Turner-Veranstaltungen, Sängertagen und Feierlichkeiten aller Art von Olten bis Biel war der Musikverein dabei. 1865 aber trennten sich die beiden Bataillonsmusiken, und es entstand wenig später die Liebhaber-Musik, wiederum von Johann Stelli geleitet, nun aber ohne militärische Verpflichtungen.

Erfolgreich durch Fusionierung
In den Jahren nach 1872, die von wirtschaftlichen Problemen belastet waren, schlief die Vereinstätigkeit langsam ein. Es bildete sich nun die Unteroffiziersmusik Grenchen, offiziell ins Leben gerufen im August 1880. Auch eine «Harmonie» existierte inzwischen, die mit wechselndem Erfolg die grossen Musikfeste besuchte. Nach zähen Verhandlungen fusionierten die beiden Gesellschaften im Jahre 1897 und gaben sich den Namen Musikverein «Helvetia» Grenchen. Damit war ein Erfolgsmodell geboren, das in den folgenden Jahrzehnten viele Lorbeerkränze an die Fahne heften durfte. 1958 feierte man mit erheblichem Aufwand das 100-jährige Bestehen und nahm den Namen «Stadtmusik Grenchen» an, der dann aber wieder mit «Helvetia» ergänzt wurde. 1994 erzwangen die Zeitumstände die Fusion mit der Stadtmusik Eintracht (die als «Guttemplermusik Eintracht Grenchen» 1906 gegründet worden war) zur endgültigen «Stadtmusik Grenchen».

In den Anfangsjahren des Musikvereins wurde, wenn kein Auftritt auf dem Programm stand, praktisch täglich geprobt. Zu Zeiten der «Helvetia» waren dann 120 Proben und Auftritte pro Jahr keine Seltenheit. Derartige Pensen verlangten von den Aktiven vollen Einsatz. Verantwortlich für Erfolg oder Misserfolg waren die musikalischen Leiter, die Dirigenten. Dutzende der namhaftesten des Landes wirkten in Grenchen. Einige der erfolgreichsten seien hier genannt. Mit Hans Schmalz holte sich die «Helvetia» erstmals den Sieg an einem Eidgenössischen Musikfest (1912 in Vevey); E. Lüscher (1935 in Luzern) und Wilhelm Steinbeck (1953 in Fribourg) schwangen mit der «Helvetia» gleichfalls obenaus. Hervorragendes leisten in den folgenden Jahren auch Gottlieb Zimmerli, Walter Genhart, Walter Biber, Ernst Wolf, nochmals Wilhelm Steinbeck, dann Ernst Obrecht (der sich vor allem auch um den Musikpreis Grenchen verdient machte, Hans Jörg Spieler und Anton Helscher.

Seit Jahren nun leitet Bernhard Keller die Stadtmusik musikalisch; ihm gelang es, in schwieriger Zeit erfolgreich neue Ziele anzuvisieren.

Botschafter im In- und Ausland
Bei vielen Veranstaltungen in der ganzen Schweiz legte die Stadtmusik für ihren Heimatort und den Heimatkanton Ehre ein. Aber auch im Ausland machte die Stadtmusik oft eine gute Figur - sowohl musikalisch wie in ihrem Auftreten. Beispielsweise beim deutschen «Bundes-Musik-Fest 1962» in Ludwigsburg, als sich das Grenchner Korps in der Höchstklasse nur von einem Berufsorchester von der Spitze verdrängen liess. Oder 1969 beim holländischen Landesmusikwettbewerb in Dieteren, wo sich die Grenchner gleichfalls ganz oben behaupteten. Unvergessen bleibt auch die Münchenreise im September 1973, als die Stadtmusik den Trachten- und Schützenzug (mit 6000 Teilnehmern) zum Oktoberfest anführte und beim Galakonzert im «Krone»-Bau brausenden Beifall erhielt. Das schönste Erlebnis war aber wohl die Rom-Reise im Mai 1991: Die Stadtmusik konzertierte da im Petersdom bei einer Generalaudienz von Papst Paul und bei der Vereidigung neuer Schweizergardisten und durfte auch sonst Unvergessliches geniessen. Für 2008 steht die Teilnahme am «Corso Fleurie» in Célestat auf dem Programm.

Die «Schild-Musik»
Der Name Schild taucht in der 150-jährigen Geschichte der Stadtmusik Grenchen immer wieder auf - und immer wieder in Verbindung mit dem Vornamen Adolf. Als Präsident, Berater, Gönner, Sponsor wirkten drei Männer mit dem Namen Adolf Schild: Kein Wunder, sprach man in Musikerkreisen von der Stadtmusik Grenchen als der «Schild-Musik». Aus der langen Reihe äusserst verdienstvoller Leute in der Vereinsleitung der Stadtmusik Grenchen dürfen zwei noch hervorgehoben werden: Walter Ochsenbein und Hans Graf. Heutiger Präsident ist (seit 1998) Aldo Bigolin.

Ein Jahr mit Höhepunkten
Die Stadtmusik Grenchen startet heute Abend mit der Generalversammlung ins Jubiläumsjahr. Vom 27. März bis zum 29. August zeigt das Kultur-Historische Museum in einer Ausstellung die Geschichte der Stadtmusik. Am 20. Juni findet die Marschmusikparade in Grenchen statt. Zu diesem Anlass treffen sich Musikvereine aus dem Kanton Solothurn und der Region. In der Kulturnacht präsentiert sich die Stadtmusik in der «Musigbar» und wird dort eine Bar führen. Am 9. August ist die Stadtmusik am Blumenumzug in der Partnerstadt Sélestat präsent. Im Rahmen des Grenchnerfests wird am Sonntagmorgen, 31. August, die neue Vereinsfahne präsentiert. Das Galakonzert findet am 29. November statt und rundet das Jubiläumsjahr ab.

 

Gedicht zum Jubiläum 2008

150 Jahre Stadtmusik Grenchen, was für eine Zahl,
doch die Zeit vergeht so schnell, man hat keine Wahl.
Lasst uns schwelgen in der Vergangenheit,
heute haben wir die Gelegenheit.

Dem Papst in Rom haben wir einen Besuch gemacht,
In Séléstat umringt von einer Blumenpracht
sind wir im Umzug mitmarschiert,
Blasen an den Füssen waren garantiert.

Die Jodler haben wir bewirtet in Grenchen am Jodlerfest,
Suure Mocke haben wir serviert, am Schluss hatten wir keinen Rest.
Beim Festakt und dem Umzug auch mit dabei,
diese 3 Tage waren schnell vorbei.

Bei all unseren speziellen Jahreskonzerten
haben wir überzeugt schon manchen Experten.
Von der Deko bis zu den Musiknoten
alles hat den Faden, den Roten.

Im Wald bei Regen ein Fondue essen,
lässt den Alltag super vergessen.
Oder Bräteln in Staad im Schopf
befreit den vollen Kopf

Weiter heisse Storys und was alles bis heute war
gibt es zu lesen in der Festschrift, alles klar??
Ich bin am Schluss, will nicht länger plagen,
nur eines noch will ich sagen:

Es braucht immer Leute die Schaffen,
und es hat immer solche die bloss gaffen.
Doch lassen wir uns nicht beirren,
und lassen heute die Gläser klirren!!!

 

Vernissage - grosser Aufmarsch für die Blasmusikanten

Grenchner Tagblatt; 29.03.2008 - Rainer W. Walter

Zum 150-Jahr-Jubiläum der Stadtmusik Grenchen berichtet eine Ausstellung aus vergangener Zeit. Bis Freitag, 29. August, hat die Stadtmusik Grenchen ihren Sitz im Kultur-Historischen Museum. Im Grenchner Wakker-Jahr wird der bedeutende Traditionsverein immer wieder von sich reden machen: Nicht zuletzt mit einer überzeugenden Ausstellung im Kultur-Historischen Museum an der Absyte.

Dem Team des Kultur-Historischen Museums gelang unter der aktiven Leitung des Stiftungsratspräsidenten Alfred Fasnacht die Realisierung einer an Höhepunkten reichen und sorgfältig gestalteten Ausstellung. Anlässlich der feierlichen Eröffnung dieser Schau – sie fand im grossen Saal des Eusebiushofes statt – würdigte der Präsident der Stadtmusik, Aldo Bigolin, die Leistung des Museumsteams. «Wir sind stolz auf diese gelungene Ausstellung», sagte er und würdigte sympathisch das Engagement aller Teammitglieder. Es sei nichts
Alltägliches, dass ein Verein zum Geburtstag ein derartiges Geschenk erhalte.

Damals und heute
Stadtschreiber François Scheidegger, Präsident des Organisationskomitees, wagte einen Blick zurück in das Gründungsjahr der Stadtmusik. Während Grenchen 1858 – wenige Jahre bloss nach Gründung der Uhrenindustrie – noch immer ein stattliches Bauerndorf ist, erlebte in Paris die Oper «Orpheus in der Unterwelt» die Uraufführung. Mit Blick auf die Gegenwart kam François Scheidegger auf ein anderes Thema zu sprechen: «Fachleute nehmen an, dass es in der Schweiz noch nie derart viele Vereine gab wie heute, und dass 45 Prozent der Bevölkerung an einen Verein gebunden seien.» Anderseits werde ein Vereinssterben beklagt, das vor allem auch die Musikvereine heimsuche. Dies führt der Referent darauf zurück, dass nur Mitglied eines Musikvereins werden kann, der über fachliche Kenntnisse verfügt.

Stadtmusik ist 2008 präsent
Tatsächlich wird die Stadtmusik im Verlaufe dieses Jahres etliches zu leisten haben, wobei am 5. Juni bereits die von Gerald Lechner erarbeitete prächtige Festschrift eingeweiht werden könne. Am 20. Juni folgt die grosse Marschmusikparade. Im August tritt die Stadtmusik am Corso fleuri in Sélestat an, und wenig später wird die neue Fahne eingeweiht. Am 29. August folgt ein Galakonzert. Und genau bis zu diesem Höhepunkt ist die Ausstellung im Kultur-Historischen Museum geöffnet.

Ausstellungsrundgang
Fred Fasnacht wusste die Vernissagegäste richtig gut auf die Ausstellung vorzubereiten. Unter 400 Bildern wurden 140 für die Ausstellung ausgewählt. Zudem wurden unzählige Texte verfasst und zahlreiche weitere Objekte ausstellungsmässig vorbereitet. Den Verantwortlichen der Stadtmusik attestierte Fred Fasnacht, sie hätten ihre geschichtliche Verantwortung mustergültig wahrgenommen.
Im Parterre des Hauses werden die ersten hundert Jahre gezeigt. Unter den Exponaten befindet sich frisch restauriert das Banner von 1863. Eine weitere Fahne stammt aus dem Jahre 1884. Im ersten Stock wird die Geschichte der letzten 50 Jahre aufgearbeitet.

Seltene Kostbarkeiten
Die Geschichte der Stadtmusik ist eng verbunden mit jener des Musikpreises Grenchen, der wiederum nahtlos zur Grenchner Internationalen Musikfestwoche führte. Von Stephan Jaeggi ist die handschriftliche Originalpartitur «Die geheimnisvolle Maske» aus dem Jahre 1930 zu bewundern. Besonders erwähnenswert sind die beiden Ehrenfahnen von 1938, welche die Stadtmusik in Antibes errungen hatte. Eine besonders schöne und eng mit der Geschichte unserer Stadt verbundene Ausstellung ist zu sehen.

 

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Mit 734 Leuten an der Riviera - Sonderausstellung im Kultur Historischen Museum

Solothurner Tagblatt; 29.03.2008 - Susi Reinhart

Die Sonderausstellung im Kultur-Historischen Museum widmet sich dem 150. Geburtstag der Stadtmusik Grenchen. Uniformen, Fahnen und weitere Kostbarkeiten laden zum Eintauchen in die Geschichte ein.

Den Ausstellungsbesucher erwartet bereits beim Eintreten schmissige Marschmusik. Eine CD, aufgenommen 1989.«Musikverein Helvetia» hiess die Stadtmusik damals. Bei diesen Klängen wundert das Motto der Ausstellung «Das isch Muusig! Vo Gränche bigott!» nicht. Im ersten Stock kann sogar eine DVD der Stadtmusik vom letzten Jahreskonzert angeschaut werden. Bei der festlichen Vernissage-Eröffnung im Eusebiushof gab die Stadtmusik ein paar wohlklingende Kostproben. Jubiläumsjahr-OK-Präsident François Scheidegger verriet die geplanten Anlässe: Es gibt eine Buchvernissage der Festschrift zum Jubiläum, verfasst von Gerald Lechner, eine Marschmusikparade, die Einweihung der Fahne mit neuem Logo und natürlich das Galakonzert. Alfred Fasnacht von der siebenköpfigen Ausstellungscrew führte nach dem Festakt durch die Ausstellung im nahe gelegenen Museum. Er war für das Geschichtliche zuständig.

Zuerst Bataillonsmusik
Das erste Jahrhundert ist im Parterre zusammengefasst. Thema ist hier etwa die Bedeutung der Blasmusik und der Verbände. So kann in einem der 50 Texte nachgelesen werden, dass die Gründung mit 27 Mitgliedern am 25. Januar 1858 stattfand. Uniform hatten die Musikanten noch keine. Der Vereinszweck war so formuliert: «Übung in der Instrumentalmusik zur Bildung einer Bataillonsmusik».

Elf Jahre später, nach einer Totalrevision der Statuten, liest sich dagegen: «Der Zweck des Vereins ist die Pflege des gesellschaftlichen Lebens, Mitwirkung bei Musikfesten und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen sowie bei Gottesdiensten.» «In den Fünfzigerjahren, als der Grenchner Aufschwung stattfand, gab es viele Eröffnungszeremonien», erklärt Fasnacht, und zeigt auf Fotos des neu gebauten Parktheaters, des Schwimmbads, oder auf das Feier Plakat «100 Jahre Eterna». «Die Geschichte der «Helvetia» ist auch die Geschichte von Grenchen», betont er. Sie habe die Auf- und Abbewegungen der Konjunktur mitgemacht.

Stars nach Grenchen
Ein besonderer Themenbereich ist den Dirigenten gewidmet. «Die Helvetia war immer darauf bedacht, Stars nach Grenchen zu holen», bemerkt Fasnacht. Diese seien zwar jeweils nicht sehr lange geblieben, hätten aber nachhaltige Spuren hinterlassen. Da war etwa Stefan Jäggi oder die Dirigenten-Persönlichkeit Gottlieb Zimmerli. Eine besondere Person sei Hans Schmalz gewesen, Dirigent 1882-1913. Er habe es geschafft, dass die Helvetia am Eidgenössischen Musikfest 1912 in Vevey in der Höchstklasse Siegerin wurde. Sogar das Stück, dass das Korps spielte, weiss man noch: «Rosamunde» von Franz Schubert».

Als spannend erweisen sich im Parterre die Fahnen, die extra auf die Ausstellung hin restauriert wurden, oder alte Blasinstrumente, wie die Klarinette in hellem Buchsbaumholz oder das Flageolett. Im ersten Stock sind die Jahre von 1959 bis heute dokumentiert. Weiter finden die Besucher Infos zu Themengruppen wie Uniformen, Eidgenössische Musikfeste, oder Reisen der Stadtmusik, wie folgende: «Auf Einladung des Hoteliervereins von Juan-Les-Pins und Antibes verbrachte die Helvetia die Osterferien 1938 an der italienischen und französischen Riviera.» An dieser Reise, so liest man, nahmen 734 Leute aus Grenchen teil.

Ausstellung ist bereits Geschichte
Leider ist die einmalige Sonderausstellung «150 Jahre StadtMusik» schon Geschichte. Sie war bis am 29. August 2008 im Kultur-Historischen Museum Grenchen zu sehen. Die ausserordentlich schön präsentierte Ausstellung war spannend und beinhaltete viel Wissenswertes.

Herzlichen Dank an die Museumsverantwortlichen und an alle Beteiligten, die sich mit unermüdlichen Einsatz zum guten Gelingen dieser Ausstellung eingesetzt hatten.

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Ein Bundesrat gratulierte einst als Erster

Grenchner Tagblatt / MLZ; 25.03.2008 - Kaspar Haupt

In ihrer 150-jährigen Geschichte fühlten sich die Musiker in vielen Belangen Grenchen verpflichtet.

Die Stadtmusik feiert heuer ihr 150-jähriges Bestehen. Ereignisse, die in dieser Zeitspanne geschehen, füllen Bücher. Von der Stadtmusik gibt es mehrere Jubiläumsschriften. Darin wird unter anderem das gesellschaftliche Umfeld beleuchtet.

Sowohl zum 75-jährigen Bestehen der Stadtmusik Grenchen als auch zum 100. Geburtstag dieser Institution erschienen Festschriften. Da ist es Ehrensache, dass zum 150-Jahr-Jubiläum auch eine Schrift erscheint, diesmal verfasst von Gerald Lechner. Man wird sich freuen dürfen, denn die Gedenk- oder Festschriften der Stadtmusik gelten zu Recht als wichtige Bausteine der Grenchner Ortsgeschichte. Die Festschrift zum 100. Vereinsjahr überschrieb 1958 Hermann Hugi mit «100 Jahre Musikverein Helvetia - 100 Jahre Geschichte Grenchen». Damit unterstrich er die Bedeutung des Vereins für das Aufblühen der Stadt.

Vor 1851 keineswegs bedeutungslos
Vor der Einführung der Uhrenindustrie im Jahre 1851 sei Grenchen keineswegs ein bedeutungsloses Bauerndorf gewesen, schreibt Hermann Hugi. Er weiss zu berichten, dass nach Zeugnissen von Zeitgenossen Giuseppe Mazzini und die Brüder Ruffini, nachdem sie aus dem Gefängnis in Solothurn entlassen wurden, am 29. Mai 1836 im Bachtelenbad mit einer «Fanfare», einer Blechmusik, empfangen wurden. Karl Mathy, der erste Grenchner Bezirksschullehrer und spätere badische Ministerpräsident, soll ein Musikkorps gegründet haben.

Eine enge Verbindung zum Militär
Vor diesem Hintergrund wurde 1858 der «Musikverein Grenchen» gegründet, dessen Statuten von 27 Mitgliedern unterschrieben wurden. Erster Präsident war Franz Josef Schild. Der aus Bettlach stammende Bezirkslehrer Johann Stelli übernahm die musikalische Leitung. Ursprünglich hatte der Verein die Aufgabe, die Mannschaften für die Bataillonsmusiken 44 und 79 zu stellen. Wohl aus diesem Grund und weil später der Musikverein Helvetia stets für Nachwuchs in den Militärspielen sorgte, gratulierte der Stadtmusik 1958 als Erster der damalige Chef des EMD, Bundesrat Paul Chaudet.

Für einige Zeit wurde der Verein geteilt in die Vereine 44 und 79. Doch bereits 1866 traten die Zwillinge wieder vereint als «Liebhabermusik Grenchen» auf. Ein Jahr später glänzte diese in der voll besetzten Kirche in einem Solistenkonzert mit dem berühmten Grenchner Opernsänger Josef Schild. Das Renommee Schilds, der internationales Ansehen genoss, trug viel zur positiven Wahrnehmung des Vereins bei.

Ein besonderes Geschichtsbuch
Die Sonderausstellung im Kultur-Historischen Museum beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Stadtmusik, zu deren inhaltlicher Gestaltung der Präsident der Stiftung Museum Grenchen, Alfred Fasnacht, Geschichtliches bis 1958 aufbereiten konnte. Der heutige Chronist, Gerald Lechner, erfasste die neuere Geschichte. In der Ausstellung sowie in Rahmenveranstaltungen erhält das Publikum die Gelegenheit, sich vertieft mit der Geschichte der Stadtmusik Grenchen zu befassen. Umgekehrt soll mit diesem Bericht dargestellt werden, was der Verein seinerseits für die Geschichtsschreibung Grenchens geleistet hat.

Der umfangmässig grösste Teil der Denkschrift von 1933 befasste sich mit der allgemeinen Geschichte der Stadt. William Marti und Werner Strub publizierten grundlegende Artikel zur Geschichte der Stadt und zur Entwicklung der Uhrenindustrie. Der bekannte Grenchner Jurist Walter Ochsenbein, der als Präsident der Stadtmusik 1958 das 100-Jahr-Jubiläum massgebend mitgestaltete, schrieb den spannenden Bericht «Der Prozess um die Hollbein'sche Madonna». Dieser minutiös recherchierte Essai ist ein Stück neuerer Grenchner Geschichte. Mit besonderen Aufsätzen wurden verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens von Grenchen gewürdigt: Der Maler Arthur Girard, der Opernsänger Josef Schild, der in der Garnbuchi aufgewachsen war, Giuseppe Mazzini, Karl Mathy und der Dichter, Landwirt und Gemeindeammann Andreas Ris. Interessant sind ferner die Berichte «Der Brand von 1862» und «Romantisches aus der Zeit des Bachtelenbades».

Die Chroniken der Stadtmusik Grenchen belegen, dass der Verein in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht seit nun 150 Jahren massgebend prägend war und noch ist.

Das Organisationskomitee stellt sich vor
Lange vor dem Startschuss des Jubiläumsjahres an der Hauptversammlung im Parktheater begann ein Organisationskomitee unter dem Vorsitz von Stadtschreiber François Scheidegger mit der Arbeit. Im Bild von links: François Scheidegger, Robert Gerber, Aldo Bigolin, Sven Schär, Anna Messerli, Kurt Walker, Gerald Lechner, Fabrizio Lavieri und Hans Graf. Getreu dem Motto «Das isch Muusig! Vo Gränche bigott!» soll das Jubiläumsjahr mit diversen Anlässen begangen werden. Im Juni erscheint die Festschrift mit dem Schwerpunkt der letzten 50 Jahre. Ausserdem sind mit einer Marschmusikparade und der Fahnenweihe sowohl optische wie akustische Höhepunkte geplant. Natürlich wird die Stadtmusik Grenchen in ihrer historischen Uniform den Blumencorso in der Partnerstadt Schlettstatt anführen. Mit einem Galakonzert soll das Jubiläumsjahr seinen Abschluss finden.

Sonderausstellung
Aus organisatorischen Gründen findet die Vernissage der Sonderausstellung «150 Jahre Stadtmusik Grenchen» nächsten Donnerstag im Eusebiushof statt. Zum Auftakt spielt die Stadtmusik unter der Leitung von Bernhard Keller. Nach den Festansprachen findet dann für Interessierte ein Rundgang durch die Ausstellung statt. Deren Inhalte wurden hauptsächlich durch Ehrenpräsident Hans Graf zusammengetragen. Die Ausstellung dauert bis zum 29. August. Für Sonderveranstaltungen und Führungen siehe www.museums-gesellschaft.ch

 

Stadtmusik feierte 150. Geburtstag

Grenchner Stadtanzeiger; 26.09.2008 - Thomas Hirsbrunner

Unter dem Motto „Das isch Musig! Vo Gränche bigott“ feierte die Grenchner Stadtmusik ihren 150. Geburtstag. Im Grenchner Eusebiushof befanden sich unter den Gästen hauptsächlich Ehrenmitglieder, Freunde und aktive Mitglieder der Stadtmusik.

Das 150-jährige Bestehen der Grenchner Stadtmusik wurde vor wenigen Tagen ausgiebig gefeiert. Neben einem Barbetrieb wurde den Gästen im musikalisch dekorierten Eusebiushof ein Buffet mit diversen Snacks und süssen Leckereien angeboten. An einem weiteren Stand konnten Fanartikel der Stadtmusik sowie die zum Jubiläum entworfene Festschrift erstanden werden.

Musikalisch führte die Saxophon-Formation „Säx 4 Fun“ durch den Abend. Das Quintett aus Oberbipp verlieh dem Anlass mit ihrer ins Genre Jazz fallenden Unterhaltungsmusik die notwendige Lockerheit. Zwei der fünf Bandmitglieder unterstützen aktiv das Saxophon Register der Grenchner Stadtmusik.

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Die Saxophon-"Säx 4 Fun" sorgten an der Geburtstagsfeier für musikalische Unterhaltung. (Foto: Thomas Hirsbrunner)

„Die Musik ist wunderschön. Einen so weichen Klang wie das Saxophon-Ensemble pflegt, hört man nicht oft“, weiss der Besucher der Jubiläumsfeier Paul Krapf. Der Bettlacher ist sichtlich begeistert und gerät sogleich ins Schwärmen: „Die Grenchner Stadtmusik ist eine super Band, sie machte in den letzten zwei, drei Jahren enorme Fortschritte. Als ehemaliges Mitglied liegt mir die Band sehr am Herzen, ich bin noch heute ein regelmässiger Besucher ihrer Konzerte.“ Beinahe philosophisch schliesst der ehemalige Militärtrompeter ab: „Mit Musik kann man halt immer noch mehr aussagen als mit Worten.“

Die Feier zum 150-jährigen Bestehen war eine von vielen Traktanden im dichtgedrängten Jubiläumsjahr der Grenchner Stadtmusik. Neben der Marschmusikparade, die in diesem Jahr anlässlich des Jubiläums durch Grenchen führte, hatte die Stadtmusik einen wichtigen Auftritt in der Partnerstadt Sélestat. Zudem konnte man neben dem neuen Schriftzug auch die neue Vereinsfahne mit modernem Logo präsentieren und einweihen.

Ein letzter Termin steht noch aus: Am 29. November findet im Grenchner Parktheater das grosse Gala-Konzert statt.
Mit dem neuen Jahr kommen dann wieder ruhigere Zeiten auf die Grenchner Stadtmusik zu. Vorstandsmitglied Sven Schär zieht ein erstes Fazit zum Jubiläumsjahr: „Man spürt, wie der 150. Geburtstag neuen Schwung und Freude mit sich brachte. Wir spielen für uns und fürs Volk, dabei ist Freude an der Musik das Wichtigste.“ Trotzdem will man bescheiden bleiben. „Die Konzertdichte bleibt so, wie wir sie uns gewohnt sind. Wir wollen keine grossen Änderungen am Grundkonzept vornehmen“, wie Sven Schär betont.

 

Jubiläums-Party der Stadtmusik Grenchen

26.09.2008 - Petra Humair

In diesem Jahr kann die Stadtmusik Grenchen ihr 150 Jahr-Jubiläum feiern. Ein solches Jubiläum soll natürlich gebührend gefeiert werden. Aus diesem Grund beschloss der Vorstand der SMG, dass von den jüngeren Mitgliedern eine Jubi-Party auf die Beine gestellt werden soll, denn was ist schon ein runder Geburtstag ohne richtiges Fest!

Wir waren 4 junge Leute, die sich erstmals im Mai trafen, um unsere Vorstellungen zu einer solchen Jubi-Party unter einen Hut zu bringen. Wir waren uns relativ schnell einig, was wir den Leuten zu Essen und zu Trinken anbieten wollen, auch die Ideen für die Raumdekoration waren schon vorhanden. Nur eben das geeignete Lokal für diese Party zu finden, fiel uns schwer, da wir nicht genau wussten, wie viele Leute zu erwarten sind. Schliesslich entschieden wir uns für das Foyer des Eusebiushofs.

Jetzt teilte sich unsere Arbeit. Sven Schär war nun zuständig für die Organisation des Lokals und das Administrative, Nicole Schöni war verantwortlich für die Getränke und das Essen und ich (Petra Humair) und meine Schwester (Priska Humair) beschäftigten uns mit der Dekoration des Raumes.

Am 26.9.2008 trafen wir vier uns bereits um 14 Uhr im Eusebiushof. Sven war bereits dort, um von der Vermieterin den Schlüssel zu erhalten, ich und meine Schwester brachten all unser Deko-Material mit und Nicole organisierte noch die letzten Getränke und Nahrungsmittel. In etwa 4-stündiger Arbeit machten wir das Foyer des Eusebiushofs zu unserem Partylokal, wo dann um 20 Uhr die ersten Gäste eintrafen.
Im Verlauf dieses Nachmittags wurden wir alle immer nervöser. Wie viele Leute würden bei unserem Fest erscheinen? Hatten wir genügend Getränke und Esswaren organisiert? Würde es unseren Gästen gefallen? Dies waren Fragen, die in unseren Köpfen herumschwirrten.

Als dann um 20 Uhr die ersten Gäste erschienen und begeistert waren vom Ambiente und der Dekoration, fiel uns allen ein riesiger Stein vom Herzen. Auch die Unterhaltung durch die Musikgruppe „Säx 4 fun“ fand bei den Besuchern grossen Beifall.
Es fand ein reger Austausch zwischen Musikanten, ehemaligen Musikanten und Gästen statt. Viel diskutiert wurde über die Vergangenheit und die Zukunft der SMG sowie über unser Jubiläumsjahr.

Für uns als Organisatoren war es schön zu sehen, dass sich die Leute bei uns wohl fühlten und das gemeinsame Beisammensein sichtlich genossen.

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Wir möchten hier nicht vergessen den Leuten zu danken, die uns während unseren Vorberei-tungen mit Rat und Tat zur Seite standen und auch denjenigen, die einen Beitrag zu unserem Kuchenbuffet geleistet haben. Vielen herzlichen Dank.

Einziger Wermutstropfen bleibt, dass wir uns noch ein paar Besucher mehr gewünscht hätten, um auch die Gewinnforderungen unseres Kassiers erfüllen zu können.

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Veranstaltungskalender

Donnerstag 27. März bis 29. August 2008
Sonderausstellung «150 Jahre Stadtmusik Grenchen»
im kulturhistorischen Museum, Absyte 3 in Grenchen. Geöffnet: Mi, Sa, So: 14-17, Fr 17-20 Uhr.

Donnerstag 5. Juni 2008 - 19.00 Uhr
Vernissage Festschrift '150 Jahre SMG' im kulturhistorischen Museum, Absyte 3 in Grenchen.

Freitag 20. Juni 2008 - 19.00 Uhr
Marschmusikparade SOBV in Grenchen.

Sonntag 31. August 2008
Fahnenweihe - die neue Vereinsfahne der SMG wird feierlich eingeweiht.

Samstag 29. November 2008 - 20.00 Uhr
Galakonzert im Parktheater in Grenchen.

 

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